Ich hatte mich nach einem Portupgrade hier schon arg ueber FreeBSD geaergert.
Die Probleme waren einfach nicht in den Griff zu bekommen, und nach einem reboot war dann auch der X-server fratze. Ein rumprobieren endete in einem frickelfiasko, so das ich mich dazu entschlossen habe, das System neu aufzusetzen. also nochmal eine Datensicherung gemacht, und FreeBSD 6.2 neu aufgespielt.
Mich hatte das Update von Xorg 6.9 auf 7.2 ja schon maechtig angepisst, so das ich nun froh war, direkt Xorg 7.2 auf der Kiste zu haben, ohne das leidige Update fahren zu muessen.
Also Xorg 7.2 aus den Ports geholt, und versucht, danach ein “Xorg – configure”. Das resultat? Das hier:
(EE) Failed to load module “pcidata” (module does not exist, 0)
Nachdem ich Xorg dann nochmal runtergeschmissen habe, wieder neu Installiert habe, ein erneutes “Xorg -configure” durchfuehrte, und die xorg.conf nochmalig editiert habe, geht X endlich wieder.
Aber das kann es doch irgendwo nicht sein? Ich will eigentlich ein System, wo ich damit Arbeiten kann, und nicht zig Stunden damit verbringen muss, irgendwas wieder geradezufrickeln. Mir graust es z.Z. jedesmal davor, ein portupgrade durchzufuehren. Wer da im moment nicht aufpasst, der hat die A-karte gezogen. Dieses ganze rumgefrickel bis hin zur Neuinstallation hat mich nun 3 Tage gekostet, und natuerlich muessen nun wieder die ganzen Programme Installiert werden. Alleine Openoffice, Thunderbird, Firefox wird wohl wieder 1-2 Tage in Anspruch nehmen.
Wie gut, dass man noch einen Windows-PC hat. Und das ist nun bestimmt kein Sarkasmus! Bei aller liebe zu FreeBSD, so stolz ich mal darauf war, dieses System zu nutzen, so sehr man auch auf andere Linuxe wie Debian etc. geschumpfen hat, so langsam reift bei mir die Ueberlegung, nicht mal was neues zu Probieren. Ich habe keinen Nerv mehr, egal fuer was, da erstmal Stunden, Teils Tage rumzuprobieren, hier zu frickeln, da noch was zu editieren, bevor etwas geht…. Ich hab auch noch was anderes zu tun.
Irgendwie hab ich gerade nen Hals auf FreeBSD, das kann ich gar nicht in Worte fassen…………
Edit: Ich bin wohl gerade nicht der einzigste, der mit FreeBSD auf Kriegsfuss steht. Oli ergeht es da gerade genau so, und Steve hat wohl schon die Schnauze voll von FreeBSD.



11 Comments
Da bin ich ja Gott-sei-Dank nicht der einzige, ich hoffe du verzeihst mir den profanen Link zum gleichen Thema aus meiner Sicht und der Sicht eines anderen.
Das mit dem link geht schon so in Ordnung
Steve hat da auch recht: So geht es auf jeden Fall nicht mehr weiter. FreeBSD 5.2.1 war echt klasse. Das wear afaik auch mein erstes FreeBSD. FreeBSD 4.x kenne ich leider nicht mehr. Aber man liest oefters im IRC, dass leute die noch FreeBSD 4.x im einsatz haben, damit echt gluecklich sind.
Ich hoffe wirklich, dass es mir FreeBSD wieder aufwaerts geht, sonst ist das wirklich fuer mich gestorben. Was ich dann nehme, ich weiss es nicht. Kai von kairaven.de zeigt z.b. dass man mit Windows auch gut fahren kann.
Ja mein Gott, ich bin da massivst hin und hergerissen – ein regelrechter Eiertanz. Windows kenne ich schon zu lange, seit dem selig 3.11er, nein das muß nicht sein. Für ein Spiel sicherlich, aber für produktiven Nutzen nicht wirklich. Zudem habe ich da auch mit Kommerzware ein wirkliches Problem.
Im Moment schauts tatsächlich so aus, das alle BSDschen Durchhalteparolen zwar einen wahren Kern besitzen, jedoch mangelt teils an der Umsetzung in der Praxis. Selbst ich sehe das seit knapp 2 Jahren viele tolle Dinge in der Entwicklung, die aber irgendwie nie aus dieser herauskommen und schon gar nicht zum Einsatz kommen. Klar Qualität usw., ist wohl immer eine Gratwanderung, aber irgendwo kann man sich auch verrennen mit der Sicherheit und gerät beinahe zum Stillstand.
Mich stört dabei noch nicht einmal der Umstand das FBSD mehr die Priorität Server durchs virtuelle Dörfchen treibt, sondern das man einerseits in Linux Gefilden mitmischen möchte, aber zum anderen einige Dinge massiv vermissen läßt bzw. nicht als Priorität anssieht.
So manches Mal sah ich gar bei Open oder Net Entwicklungen die ganz passabel waren bzw. häufigerer Natur. Da gibts leider vereinzelt andere showstopper, wie mangelnde 3D Unterstützung oder fehlendes WPA bei OBSD usw. Auch nur “Kleinigkeiten”. Last not least ich sehe es jetzt seit über einem Jahr bei DesktopBSD, ich pflege dort das Forum und versuche den Leuten zu helfen, aber manchmal hängt man eben da und kann nur Durchalteparolen vermitteln “a la das wird noch”. Dabei bin ich selbst mit Fluxbox, Vim und Opera sowie der Shell im Prinzip recht genügsam
Aber ich verstehe die Leute auch wenn Flash mal hier fehlt, diverse Linux-Anwendungen mittels Linuxolator zwar laufen, aber teils mehr schlecht als recht usw. Irgendwo tauchte dann auch mal die Frage auf, “wenn ich eh für 3-4 Programme den Linux-Krempel benötige, warum dann nicht gleich Linux?”.
Alles in allem glaube ich an die “Propaganda” die ich bisher in puncto FreeBSD vermittelte, allerdings sieht man auch von Tag zu Tag diverse Mängel und mal ehrlich ich habe nichts gegen Einschränkungen, wenn ich dafür ein freies OS bekomme, aber wenn dann letztendlich Einschränkung zur Regel wird, dann wirds eher mau.
Current wie gesagt hatte ich auch eine Weile laufen, ganz passabel und ZFS ist auch geil, obwohl ich mit UFS bei FreeBSD bzw. ext3 bei Linux vollkommen zufrieden bin. Und weiter? Mir fehlen immer noch diverse Treiber, ACPI ist teils ein gewaltiger Stolperstein, der Scheduler hat was, aber irgendwie zeigt sich bei mir auch nicht die Wunderwirkung gegenüber 4BSD. Unter Linux flutscht es in dem Bereich. Was hält mich also? Irgendwie kommt das System “sauberer” rüber, teils besser durchdacht, auch wenn en Detail manchmal auch die Unlogik herrscht.
Könnte jetzt einen Roman drüber schreiben und bei Linux ist letztendlich auch nicht das Gras überall grüner, umsonst trieb es mich ja nicht nach ewig langer Zeit zu BSD, aber dort schreitet man schneller vorran. Mut zur Lücke, die showstopper kommen dort wohl öfters vor, sind aber auch weitaus schneller wieder vergessen
Naja, seien wir mal ehrlich. FreeBSD wäre schon längst nicht mehr das, was es mal war, wenn es nicht noch einen Sympathiebonus aus alten Zeiten mit sich rumschleppen würde. Schon Sprüche wie “separates the men from the boys” unterlegt das System mit angeblichen Fakten, die in dieser Form schon lange nicht mehr existieren. Darüber hinaus gilt FreeBSD oft als sehr stabil. Sorry, aber da kann ich aus leidiger Erfahrung etwas ganz anderes erzählen. Speziell beim Einsatz meiner TV-Karte krachte es bis 6.2-STABLE regelmäßig an allen Ecken und Enden. Mir ist bekannt, dass TV-Karten immer zu einem kleinen Teil kritische Hardware sind, aber ich wäre schon über einen Absturz der Applikation dankbar. Stattdessen endete es meistens in einer panic oder gar in einem Spontanreboot.
Einen weiteren Beitrag zur Sympathieerhaltung liefern die beiden deutschen Communities, die die BSDs noch immer als Übersysteme feiern. Wer sich darin bewegt, hat schnell das Gefühl, “Teil eines Besseren” zu sein. Das macht Spaß und man bekommt das Gefühl, das verwendete OS wäre das einzig ware. Als ich allerdings mal ganz profan den 1:1-Vergleich wagte …. naja.
Wie gesagt, das alles bezieht sich immer auf mein Anwendungsgebiet. Es mag durchaus User geben, die mit FreeBSD die Erfüllung gefunden haben – für meine Zwecke reicht es in der gegebenen Form nicht. Und ich wäre ja durchaus dabeigeblieben, wenn ich Licht am Horizont sehen würden. Dem ist leider nicht so.
>die die BSDs noch immer als Übersysteme feiern.
Mea culpa
Ich habe mich da in den letzten zwei Jahren äußerst intensiv mit beschäftigt, aber mitunter brauchte es erst die Zeit um auch einigermaßen vernünftig durchzublicken: wo der Wunsch endet und die Realität beginnt.
Ich dachte zum Teil immer noch das Gras wäre grüner bei FreeBSD. Eine Entäuschung war es beileibe nicht, man kann da teils sehr viel lernen – aber andererseits hakts zuoft. Ich hoffte 2006 nach Scott Longs Aussage bezüglich des Desktops, das man in diesem Bereich verstärkt zupacken wird, das es sich im Prinzip nur um Dinge wie HAL und Gnome handelte war mir da nicht wirklich bewußt, da dazu heute einfach mehr gehört.
Nun ich hoffe jedenfalls das sich dort zukünftig noch etwas bewegt, vielleicht bei 8, obwohl ich keine wirklichen Tendenzen sehe. Vielleicht mausert sich DragonFly zuvor noch
Oliver, ich muss auch gestehen, dass ich nach ca. einem Jahr von NetBSD zu FreeBSD gewechselt bin. Bei NetBSD ist der Funktionsumfang klar umrissen. Dies und das kann es, jedes und solches nicht. Bei FreeBSD wird oft behauptet, dies und das geht und letztlich funktioniert es dann gar nicht, nur mit Abstrichen oder nur mit Unterbrechungen. Vielleicht bin ich auch mit falschen Erwartungen an die Sache herangegangen.
Mich hat bei FreeBSD immer sehr gestoert, dass die Binaerpackete so stiefmuetterlich behandelt wurden, sowie dass es Blobs in GENERIC gibt. Das waren so Gruende, OpenBSD vorzuziehen.
Inzwischen bin ich allerdings wieder bei Debian und frag mich warum ich eigentlich jemals weg wollte. Ich kann jedem empfehlen, sich mal die ganze QA-Infrastruktur von Debian anzusehen
Ich kam von Slackware und Debian
Bei Debian hakts an den Paketen, der Trugschluß dort je älter umso sicherer. Und das ist schlichtweg Blödsinn. Vor allem wenn dann teils Pakete auftauchen die mal ebenso abrauchen beim Start oder der letzte Stand von 2003 ist bei Etch
Sicherlich ansonsten geben ich dir schon recht, aber bei der Masse an Commitern die man gegenüber BSD hat, müßte man derlei Dinge mit Leichtigkeit ausmerzen können.
Debianpakete sind nicht per se alt, das ist einfach eine Konsequenz aus den QA-Prozessen. Es dauert, bis Pakete nach testing kommen weil sie diverse Bedingungen erfuellen muessen.
stable ist halt eingefroren, genau wie die Pakete zu FreeBSD -RELEASE.
Ansonsten ist mir bisher nur bei Wine aufgefallen, dass Debian da hinterher hinkt. Debian testing ist bei einiger Software die ich benutzte sogar aktueller gewesen als die OpenBSD Ports.
>Debian testing
Nun gehen wir mal von dem nutzbaren System aus und nicht den Entwicklungssystemen. Nach Slackware fuhr ich einige Jahre SID, was aber nicht wirklich der Bringer ist, wenn man auf Qualität oder überhaupt Stabilität Wert legt. Da kann man selbst mit FBSD current schönere Zeiten erleben
Nehme ich also das aktuelle Release von Debian, dann sind die Pakete per se sogar steinalt. Und irgendein Gemenge von diversen Quellen, sowie Klimmzüge mit Pinning, würde ich keinem Nutzer anraten, der zu Debian ob der Qualität wechselt.
>stable ist halt eingefroren, genau wie die Pakete zu FreeBSD -RELEASE.
Ahm kein Port im FreeBSD release ist eingefroren, FBSD ist eine sourcecode-basiertes System. Die Binärdistribution ist Debian
Die Packages sind bei FBSD eh nicht der Rede wert und selbst kaum tauglich für den Server-Einsatz. Ich kenne eigentlich kaum einen der nicht mit Ports arbeiten würde, die Empfehlung aus dem Handbuch diesbezüglich ist auch schon seit Jahren mehr als daneben imo.
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[...] oder auch einer Art Fazit bezüglich FreeBSD, die sich über drei Weblogs spannt: FreeBSD: Mutiert immer mehr zu einer frickelbaustelle? Ein starke Überzeugung, die Beschäftigung mit der Materie en detail, fördert [...]
[...] von xorg 6.9 auf xorg 7.2. Ich habe einige Tage gebraucht, bis meine kiste wieder lief, und hatte hier meinem Aerger auch gut Luft gemacht. Nun stand ja vor einigen Wochen doch recht schnell das Update [...]
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