Der Digitale Wahlstift ist durchgefallen. Hamburgs Wahlhelfer muessen wieder Zettel auszaehlen, die Sicherheitsluecken des Wahlstifts waren zu gross. Der digitale Wahlstift, den der Hamburger CDU-Senat als technische Revolution zur Buergerschaftswahl am 24. Februar 2008 praesentieren wollte, wird nun hoechstens als Hilfsmittel eingesetzt.
Der Chaos Computer Club hat vor einigen Tagen bereits oeffentlich auf prinzipielle Sicherheitsluecken des Wahlstiftes hingewiesen. Dabei wurde auch ein Video veroeffentlich, wie der Wahlstift manipuliert werden kann. Die CDU wollte den Wahlstift schon im Konsens, muss nun ebenfalls einlenken. Ganz vom Tisch ist er aber wohl noch nicht:
Die Sorgen des Wahlamts mindern könnte der Verfassungsausschuss. Der will am Freitag entscheiden, ob der schon jetzt 4,5 Millionen Euro teure Wahlstift parallel zur Handzählung zumindest als zusätzliche Hilfe eingesetzt wird. Farid Müller von der GAL fordert auf jeden Fall “eine gewisse Grundsicherheit für das Ding“, auch wegen denkbarer Wahlanfechtungen.
Die SPD könnte sich einen Einsatz in einigen Wahllokalen vorstellen, gedacht als Test für die Zukunft. “Ich will den digitalen Wahlstift nicht in die Ecke stellen und sagen, das geht nie”, meint SPD-Verfassungsexpertin Barbara Duden.
Immerhin wurde erkannt, welch “fahrlässig niedrigen Sicherheitsniveau” der Stift hat.



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