20
Aug

Schaeublestopp!

categories Owl, Politik, Ueberwachung, Zeitgeschehen, Zensur    

Kleines Netzfundstueck :)

3817716974_9fa5420f72

11
Jul

DHL: Peinliche Datenpanne

categories Anonymitaet, Chaos, Datenschutz, Owl    

Man mache folgendes:
Man gehe auf die Sendungsverfolgungsseite von DHL, und gebe eine x-beliebige Postleitzahl unter “Referenznummer” ein. Auf der darauf folgenden Seite nochmal die Postleitzahl.

dhl

Es werden, mal mehr mal weniger Pakete und deren Auslieferungsstatus angezeigt. Ueberdies der Name des Empfängers und wer die Sendung tatsaechlich entgegengenommen hat.

17
Mai

92 Prozent der Deutschen für Kinderporno-Sperre

categories Chaos, Owl, Politik, Ueberwachung, Zeitgeschehen, Zensur    

92 Prozent der Deutschen für Kinderporno-Sperre, das behauptet zumindest ein Artikel auf welt.de:

92 Prozent der Deutschen haben einer repräsentativen
Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap
im Auftrag der Deutschen Kinderhilfe für die Sperrung
kinderpornografischer Seiten im Internet plädiert.

Interessant an dieser “Umfrage” ist, dass diese niergends im Orginal zu finden ist, nicht einmal bei Infratest Dimap selber.
Google weiss darauf auch keine Antworten. Im uebrigen wuerde mich dann auch die Fragenstellung dieser angeblichen Umfrage Interessiern. Ob hier diesen angeblichen 92% klar ist, dass es nie um Sperrung von Kinderpornoseiten ging?

5
Mai

Opfer gegen Internetsperren

categories Owl, Politik, Zeitgeschehen    

Ich habe hier ja schon einige Wort bzg. der Petition gegen Indizierung und Sperrung von Webseiten geschrieben.

Durch Zufall bin ich nun auf einen Link aufmerksam geworden, wo sich nun sogar Missbrauchsopfer gegen solche Sperren aussprechen: mogis. Interessant finde ich den Artikel einer Mutter, die gegen solche Sperren ist.

Ebenfalls einen Interessanten Artikel gibt es auf wikileaks.org: Hier gibt ein “angeblicher” Insider einblicke in die Kinderpornoszene. Ueber einiges in diesem Artikel kann man Streiten, was mich aber Interessiert ist, wie die technischen ablaeufe schildert.
Schockiert hat mich die Tatsache, dass das meiste Kinderpornomaterial hier in Deutschland auf Deutschen Servern liegen soll…

5
Mai

Petition gegen Indizierung und Sperrung von Internetseiten

categories Anonymitaet, Chaos, Datenschutz, Owl, Politik, Zeitgeschehen    

Zur Zeit geht ein Link durch diverse Internetforen und Mailinglisten, wo man aufgefordert wird, auf bundestag.de mitzumachen.

Die Petition wurde von einer Franziska Heine eroeffnet und endet am 16.06.2009. Aktuell wurde diese Petition von 20415 (stand Dienstag, 05.05.2009, 15:50 Uhr) unterzeichnet.

Eigentlich eine nette Idee, ABER!! nicht nur, dass die PHP/MySQL-Software wohl staendig an seine Leistungsgrezen gelangt, ich musste die Seite desoeferen reloaden, sondern das man sich als erstes Registrieren muss, sondern das danndiese Liste mittels CVS downloadbar ist. In dieser Liste sind dann alle Daten ungekuerzt einzusehen. Hier waere es wenigstens wuenschenswert, wenn Namen abgekuerzt wuerden.

Nette Idee mit der Petition an fuer sich, nur bitte nicht so!

17
Dez

BKA-Gesetz: Vermittlungsausschuss hat sich geeinigt

categories Anonymitaet, Datenschutz, Owl, Politik, Ueberwachung, Zeitgeschehen    

Wie erwartet hat sich heute der Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag auf eine gemeinsame Grundlage für die BKA-Novelle geeinigt. Die bis dahn strittigen Punkte konnten beigelegt werden, d.h. heimliche Onlinedurchsuchungen muessen kuenftig durch einen Richter genehmigt werden und die Kompetenzen zwischen Bund und Laendern werden strikter definiert.

Es ist also genau das eingetreten was von allen erwartet wurde. Ein nur in kleinen Punkten geaendertes Gesetz das nun vor der Weihnachtspause noch schnell durchgebracht werden soll. Zurueck bleibt ein massiv aufgeweichter Grundrechtsschutz der Privatsphaere, kritikresistente und weltfremde Politiker ohne Technikverstand.

Der Kompromiss muss jetzt noch von Bundestag und Bundesrat gebilligt werden. Die Landesregierungen, in denen FDP, Gruene oder Linke mitregieren, werden sich weiterhin enthalten. Wenn kein SPD-Land ausschert, gibt es aber im Bundesrat eine knappe Mehrheit.

17
Dez

Innenschausschuss ebnet den Weg fuer ePA

categories Anonymitaet, Chaos, Datenschutz, Owl, Politik, Ueberwachung, Zeitgeschehen    

Der Innenausschuss des Bundestags hat den Weg freigemacht für die Verabschiedung der umstrittenen Novelle des Personalausweisgesetzes. Mit den Stimmen der großen Koalition beschlossen die Innenpolitiker den Regierungsentwurf fuer das Vorhaben mit ein paar Aenderungen, aber ohne große Korrekturen. Mit der Initiative sollen die Grundlagen für ein einheitliches Ausweisrecht geschaffen werden.

Auf dem neuen Ausweis sollen zwei Fingerabdruecke und ein elektronischer Identitätsnachweis gespeichert werden können. Dazu soll das Dokument die Moeglichkeit mitbringen, eine elektronische Signatur auf einem kontaktlos auslesbaren Chip zu hinterlegen. Die Zusatzfunktion fürs Internet soll die verbindliche elektronische Uebermittlung von Identitaetsmerkmalen ohne biometrische Daten in Online-Anwendungen und in lokalen Verarbeitungsprozessen etwa an Automaten gestatten.

ausweis-400-1229102708Ein elektronischer Prototyp. In gut 3 Jahren, so Iris Koepke, Sprecherin der Bundesdruckerei, soll die Technik so ausgereift sein, dass wenn der ePA auf ein Lesegeraet gelegt wird, wie eine Art “Video” der Kopf sich von rechts nach links dreht.

Das ganze soll auf eine Art Leuchtdiode basieren, kurz OLED genannt, das der schikanierendes Konzern Samsung in einem Projekt mit der Bundesdruckerei ausbruetet. Eine besondere Variante davon soll für die Video-Ausweise zum Einsatz kommen.

Der ePA kommuniziert über Funk (RF) nach ISO 14443 mit einem RF-Lesegerät. Darueber hinaus wird der ePA kryptografische Funktionalität bereitstellen, mit Hilfe derer eine elektronische Authentikation anhand bestimmter Attribute beispielsweise über das Internet moeglich sein wird. Die Besonderheit liegt angeblich darin, dass der Inhaber die Kontrolle ueber die Freigabe der Attribute behaelt. Der Inhaber kann wohl selbst entscheiden, ob und wenn ja, wem er Zugriff auf bestimmte Attribute gewaehrt.

Ein besonderes Verfahren des Zugriffsschutzes beim elektronischen Auslesen des Chips ist das sog. Extended Access Control (EAC). Hierbei findet – aehnlich wie bei Transport Layer Security (TLS, früher SSL) – eine gegenseitige Authentikation zwischen dem Ausweis und dem Lesegeraet statt. Ferner wird eine verschluesselte Ende-zu-Ende-Verbindung aufgebaut, ueber die jegliche Kommunikation zwischen Lesegeraet und Ausweis abgewickelt wird.

Wie es mit der optionalen Nutzung des ePA bestellt ist, hat Kai von ravenhorst vor einigen Monaten niedergeschrieben.

17
Dez

Schwarze Liste fuer TOR-Server

categories Anonymitaet, Chaos, Datenschutz, Owl, Software, Ueberwachung, Zeitgeschehen, Zensur    

Es ist irgendwie faszinierend, was einem heutzutage so alles als “Sicherheit” angedreht wird: http://www.sectoor.de/tor.php

Every node gets listed twice:

Amuesant ist, dass diese Leute das ganze /24 blacklisten. Ein User landet auf der Liste, und 250 andere Kunden nerven den Support.

Einige Leute scheinen sich einen Spass daraus zu machen, dem Tor-Projekt Steine in den Weg legen zu wollen. Bestes Beispiel, Karsten N. mit seinem ehemaligen Tor-Server knuffel und das BKA.

8
Dez

Die Wikipida- und YouTube-Zensur in Großbritannien und der Türkei

categories Ausland, Chaos, Owl, Politik, Polizeistaat, Ueberwachung, Zeitgeschehen    

Arcor hatte es einst hier in Deutschland versucht, und war dann doch gescheitert.
Wer nun allerdings in Großbritannien wohnt, und z.B. auf die Metalband “The Scorpions” steht, und sich in der Wikipedia Informationen zum Album Virgin Killer erhofft, wird sicher etwas verdutzt aus der Waesche schauen. Grund Hierfuer ist, dass sowohl die Seite zum Album, welches aus dem Jahre 1976 stammt, als auch die Seite zum Coverbild auf den Index und die Blacklist der Internet Watch Foundation gesetzt wurde, die von den britischen Providern Virgin Media, Be/O2/Telefonica, EasyNet/UK Online, PlusNet, Demon und TalkTalk (Opal Telecom) übernommen wird.

Aber auch in der Türkei wird die Internetzensur immer schlimmer, wie die Tagesschau in einem heutigen Bericht schreibt. Bereits 2007 wurde wegen angeblicher Beleidigung des türkischen Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk die Internetseite YouTube auf Anordnung eines Gerichtes gesperrt. Vorwurf an YouTube: Neben Atatürk seien auch Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, Staatspräsident Abdullah Gül und die Armeeführung in YouTube-Videos beleidigt worden.
Das alles macht den Anschein, als das die türkischen Internet-Zensoren außer Kontrolle geraten: Richter haben in einem Jahr per Gerichtsbeschluss mehr als tausend Weinstube gesperrt!

Sowohl die Sperrungen in Großbritannien als auch in der Türkei seien zum Schutze und zur Bekämpfung von Kinderpornographie (oder Terrorismus) gedacht. Das hier Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan erst kürzlich mit der Aussage überraschte, er selbst benutze YouTube, ist wohl ohne Bedeutung. Jeder wisse doch wie das ginge: “Ich tue es, tun Sie es doch auch.”
Hätte sich mit diesem Satz ein normaler Türkisch er Bürger geoutet, würde er nun wohl schon im Gefängnis sitzen. Aussicht auf einen fairen Gottesreiches: eher unwahrscheinlich.

2
Dez

Petition fuer Sayed Perwiz Kambachsch

categories Ausland, Menschenrechte, Owl, Zeitgeschehen    

Am 22. Januar 2008 wurde der 23-Jaehrige Journalistik-Student Sayed Perwiz Kambachsch zum Tode verurteilt. Die Todesstrafe wurde am 21. Oktober 2008 durch ein Berufungsgericht in Kabul in eine 20-jährige Gefängnisstrafe umgewandelt.
Zuvor hatte ein Gericht in Masar-i Scharif den Studenten hinter verschlossenen Tueren in einem Schnellverfahren zu Tode verurteilt.

Kambachsch, der neben seinem Studium als Reporter für die Tageszeitung „Jahan-e-Naw“ („The New World“) arbeitete, war am 27. Oktober 2007 festgenommen und der Blasphemie sowie der Verleumdung des Islams beschuldigt worden. Das Berufungsgericht hat an dieser Anklage festgehalten, obwohl die afghanische Verfassung die Pressefreiheit garantiert.

Es wurde eine Petition eingerichtet, die sich fuer die Freilassung des 23-Jaehrigen Studenten an den afghanischen Praesidenten richtet:

9b09338e55Sehr geehrter Herr Präsident,

ich möchte Sie gerne auf Sidnay Perwiz Kambachsch hinweisen, einen Studenten und Journalisten, der am 27. Oktober 2007 verhaftet und am 21. Oktober 2008 zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

Nach unserem Wissen hat er lediglich einen Artikel aus dem Internet heruntergeladen – in Übereinstimmung mit dem Recht auf Meinungsfreiheit, das in der afghanischen Verfassung festgeschrieben ist. Kambachsch wurde zudem ohne rechtmäßige Verteidigung verurteilt.

Im Hinblick auf die Dringlichkeit der Situation bitte ich Sie, Ihre Regierung aufzufordern, das Urteil aufzuheben, die Anklagen gegen Kambachsch fallen und den Journalisten frei zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Petition is hier zu finden: http://www.rsf.org/article.php3?id_article=25199

Next Page →