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25 Aug |
taz.de bekommt kalte Füße wegen eines Schäuble-Artikels! Anonymitaet, Politik, Polizeistaat, Ueberwachung, Zensur
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Bekommt die TAZ kalte Fuesse? Was stand in einem Artikel ueber Schaeuble? Klickt man auf diesen link, so findet man unter dem Artikel “Schäubles Abhörzentrale” nur noch folgendes:
Wir entschuldigen uns dafür, dass Sie hier den Artikel zu Schäubles Abhörzentrale zurzeit nicht mehr lesen können.
Denurspruenglichen Artikel kann man hier finden, oder als txt hier.
Was soll hier verschleiert werden? Etwa dieses hier?
Voraussetzung: Die Daten müssen irgendwo gespeichert werden. Doch dafür sind kleine Telekommunikationsanbieter technisch nicht gerüstet. Und hier setzt Schäuble mit seiner Bundesabhörzentrale an, die er gerade für über 100 Millionen Euro in Köln hat bauen lassen.
Nicht wirklich, denn darueber hatte heise schon vor einem Jahr berichtet: Rechnungshof kritisiert Bundesabhörzentrale
Oder das hier?
In einem vertraulichen Bericht des Bundesrechungshofs aus dem Jahr 2008 wird das kritisiert. In dem Papier, das der taz vorliegt, äußern die Rechungsprüfer erhebliche Zweifel daran, dass neutrale “Verwaltungsangestellte” den Aufgaben in der Abhörzentrale technisch und inhaltlich gewachsen sind.
Waere eine moeglichkeit im zusammenhand mit dem Papier, was “angeblich” der taz vorliegt, aber bis jetzt noch keiner gesehen hat?
So wirklich neues steht in diesem Artikel nicht wirklich. Hier kann man nur raetseln, warum dieser Artikel nun wirklich wieder vom Netz genommen wurde. Oder eher, von wem? Steckt Herr Schaeuble dahinter, oder hat, warum auch immer, die taz auf einmal kalte Fuesse bekommen?
Nur, und das verweundert mich am meisten, wenn man einen Artikel vom Netz nimmt, Schreibt man dann, dass es einem leid taete, dass man diesen Artikel nicht mehr lesen koenne. Warum nicht einfach auf eine Error seite verweisen, als so nun erst recht die spekulationen anzukurbeln….
update 15:38 Uhr:
nun findet man folgenden Text auf taz.de:
Wegen offener Fragen ist dieser Text derzeit nicht auf taz.de abrufbar. Sobald diese ausgeräumt sind, wird der Text an dieser Stelle wieder erscheinen. Besten Dank für Ihr Verständnis.
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20 Aug |
Schaeublestopp! Owl, Politik, Ueberwachung, Zeitgeschehen, Zensur
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Kleines Netzfundstueck

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17 Mai |
92 Prozent der Deutschen für Kinderporno-Sperre Chaos, Owl, Politik, Ueberwachung, Zeitgeschehen, Zensur
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92 Prozent der Deutschen für Kinderporno-Sperre, das behauptet zumindest ein Artikel auf welt.de:
92 Prozent der Deutschen haben einer repräsentativen
Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap
im Auftrag der Deutschen Kinderhilfe für die Sperrung
kinderpornografischer Seiten im Internet plädiert.
Interessant an dieser “Umfrage” ist, dass diese niergends im Orginal zu finden ist, nicht einmal bei Infratest Dimap selber.
Google weiss darauf auch keine Antworten. Im uebrigen wuerde mich dann auch die Fragenstellung dieser angeblichen Umfrage Interessiern. Ob hier diesen angeblichen 92% klar ist, dass es nie um Sperrung von Kinderpornoseiten ging?
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17 Dez |
Schwarze Liste fuer TOR-Server Anonymitaet, Chaos, Datenschutz, Owl, Software, Ueberwachung, Zeitgeschehen, Zensur
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Es ist irgendwie faszinierend, was einem heutzutage so alles als “Sicherheit” angedreht wird: http://www.sectoor.de/tor.php
Every node gets listed twice:
- The IP running the tor server itself
- Class C Networks which include the tor server
Amuesant ist, dass diese Leute das ganze /24 blacklisten. Ein User landet auf der Liste, und 250 andere Kunden nerven den Support.
Einige Leute scheinen sich einen Spass daraus zu machen, dem Tor-Projekt Steine in den Weg legen zu wollen. Bestes Beispiel, Karsten N. mit seinem ehemaligen Tor-Server knuffel und das BKA.
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12 Nov |
24.11.2007 – Demo in Koeln “Freiheit ist Sicherheit – Demokratie braucht keine Ueberwachung” Anonymitaet, Chaos, Datenschutz, Owl, Politik, Ueberwachung, Zeitgeschehen, Zensur
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Am 6. November 2007 wurden in ueber 40 Staedten Mahnwachen gegen die Vorratsdatenspeicherung abgehalten. Darunter auch in Duesseldorf, wo ich dabei war.
Auch wenn am Freitag den 9. November 2007, 14.26 Uhr 366 Abgeordnete mit JA gestimmt haben, wird der widerstand gegen die Vorratsdatenspeicherung weitergehen.
Hiermit rufen wir alle Bürger auf, am 24.11. nach Köln zu kommen und sich an der Demonstration gegen die zunehmende Überwachung der Bundesbürger durch die Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zu beteiligen.
Das Motto der Demo: “Freiheit ist Sicherheit – Demokratie braucht keine Überwachung”
Der Protestzug wird sich um 12.30 Uhr in Bewegung setzen, die Route finden Sie weiter unten. Ein Eintreffen auf dem Albertus-Magnus-Platz vor 12.00 Uhr ist demnach zu empfehlen.
Man sollte seine Rechte als Buerger wahren, und hier dem Staat nochmalig zeigen, wie man zu diesen 366 JA-Stimmen wirklich steht!
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17 Sep |
Arcor gibt Zensur auf Owl, Politik, Ueberwachung, Zensur
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Wie heute auf Spiegel Online zu lesen ist, gibt Arcor die Zensur von bestimmten Webseiten auf.
Man kann so etwas nur begruessen, auch wenn es sich bei den betroffenen Seiten um Pornoseiten gehandelt hatte. Es kann nicht sein, dass Arcor hier versucht, zustaende wie in China herbei zu fueren.
Ich gehe davon aus, dass Arcor seit der Sperrung div. Seiten mit Kuendigungen nur so zugeballert wurde.
Die hotline wird wohl ebenfalls teils zusammen gebrochen sein. An der Hotline hockten teils Menschen, die fuer wenig Geld versuchen Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, und gar nicht wissen, was da im hintergrund abgeht, auch wenn die Hotline von Arcor ueber ein Internes Netz verfuegt…
Protest zahlt sich also aus…
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12 Sep |
Fackellauf fuer Menschenrechte in China Ausland, Geheimdienst, Menschenrechte, Owl, Ueberwachung, Zeitgeschehen, Zensur
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Gestern, Dienstag, kam der Fackellauf fuer Menschenrechte in China in Wien, Oesterreich, an. Nach Timisoara in Rumaenien ist Wien die sechste von weltweit mehr als 100 Staedten. Innerhalb eines Jahres vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking soll der Fackellauf in 25 Laendern auf fuenf Kontinenten stattfinden.
Bereits am 25. August, um 11 Uhr war der Fackellauf fuer Menschenrechte im Olympiapark in Muenchen. Der Fackellauf war am 9. August in Athen gestartet. Der Fackellauf ruft zum Boykott der Olympischen Spiele in Peking auf.
Kinderarbeit, Vertreibung, Verfolgung und Ermordung von Journalisten und schlimme Umweltverschmutzung sind in China allgegenwaertig. Viele Menschenrechtsgruppen sind der Meinung , dass man die chinesische Regierung unter Druck setzten sollte, damit sie an den untragbaren Zustaenden etwas aendert. Durch den Fackellauf, der ein ganzes Jahr dauern soll, hoffen die Organisatoren ein Zeichen zu setzen und die Oeffentlichkeit auf die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen.
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11 Sep |
Arcor versetzt Deutschland in Chinesische Zustaende [UPDATE] Chaos, Menschenrechte, Owl, Politik, Ueberwachung, Zensur
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Mir scheint es so, als ob ich bis letztes Jahr, als ich bei Arcor aufgehoert habe, 2 Jahre lang Menschen, mit denen ich im Zuge der Entstoerrung Telefonieren musste, belogen habe. Mein Vorgesetzter hat auf meine frage, ob Arcor ports oder Seiten blockiert, immer gesagt “Nein, Arcor blockiert nichts, dazu habe Arcor auch nicht die technischen moeglichkeiten”
Ok, technische moeglichkeiten, dass habe ich zu keinem Zeitpunkt geglaubt, da so etwas technisch auf Server sehr wohl moeglich ist.
Seit gestern scheint es wohl so zu sein, dass Arcor Deutschland in Chinesische Zustande versetzt hat. Es werden eine ganze Reihe von Porno-Seiten im Internet blockiert. Ruft man auch heute noch bei der Arcorhotline an, so wird einem auch hier Teils noch gesagt, dass Arcor in keinster Art irgendetwas blockiert.
Recherche von heise zufolge steckt hinter der Aufforderung an Arcor eine deutsche Firma, die selbst Erotik-Videos online anbietet, dabei aber die in Deutschland erforderliche Altersverifikation vornimmt. Die Unternehmen der Branche kaempfen mit harten Bandagen um Umsaetze. Dabei draengen zunehmend ausländische Firmen mit deutschsprachigen Webseiten auf den Markt, die zwar Deutsche ansprechen, mitunter aber gegen die Bestimmungen zur Verbreitung pornografischer Schriften (§ 184 StGB) verstoßen. Betrachtet man sich diesen Paragraphen einmal, so ist dort nicht Ausgefuehrt, ob dieser Server in Deutschland sehen muss, damit besagter in Kraft tritt.
Deutsches Recht kann hier wohl nur zum Zuge kommen, wenn besagter Server hier in Deutschland steht oder auf die endung .de oder einer vergleichbaren, mit Deutschland in Verbindung zu bringenden endung traegt.
Im Moment laeuft eine Panikmache, ggf Arcor zu Kuendigen, sollte besagte China-Zustaende weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Es ist ja so, dass sowohl Arcor als auch Vodafone hier eher als erste Reagiert haben, und andere grosse Provider nachziehen werden (muessen).
[Update]:
Geht man auf die Arcorseite und sucht etwas in den FAQ, kommt man zu einem link, indem Arcor weiterhin versichert:
Nein, alle freien, im Web verfügbaren Chatserver, Newsserver und sonstige Einrichtungen, die frei verfügbar sind, können Sie nutzen.
Sollte es einmal zu Einschränkungen kommen, bitten wir Sie, uns umgehend eine Info zukommen zu lassen, so dass wir weitere Schritte für den Betrieb dieser Einrichtungen einleiten können.
Irgendwie scheint Arcor da wohl selber nicht zu wissen, was sie tun, oder?
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9 Aug |
Menschenrechte und Unterdrueckung in China: Reporter ohne grenzen protestieren in 4 grossen Staedten Chaos, Menschenrechte, Owl, Politik, Ueberwachung, Zensur
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In Paris, Peking, New York und Montreal haben in den letzten Tagen die Reporter-ohne-Grenzen im Rahmen ihrer Kampagne gegen die Unterdrueckung der Presse- und Meinungsfreiheit in China aufmerksam gemacht. Am 8. August 2008 sollen in Peking die Olympischen Spiele beginnen.
Als Peking im Jahr 2001 die Olympischen Spiele zugesprochen bekommen ha, hat China versprochen, die Menschenrechtslage deutlich zu verbessern. Leider ist bis zum heutigen Tage nichts von diesem Versprechen zu erkennen.
Seit dem 1. Januar 2007 bis zum heutigen Datum sind:
-59 Journalisten getoetet worden
-10 Medien-Assistenen getoetet worden
-130 Journalisten inhaftiert
-6 Medien-Assistenten inhaftiert
-65 Online-Dissidenten inhaftiert
Folgende Aktionen haben die Reporter-ohne-grenzen durchgefuehrt:
In PARIS hat ROG am Nachmittag eine 100 Quadratmeter große Flagge, die die Olympischen Ringe als Handschellen zeigt, über einer Seine-Brücke entrollt. Fahrräder und Lastwagen fuhren mit dem Emblem den Tag über durch Paris. ROG verteilte außerdem Tausende Postkarten mit Appellen für mehr Meinungsfreiheit in China an Pariser und Touristen. Rund 30.000 Poster mit dem Handschellen-Symbol sind in ganz Frankreich zu sehen.
In PEKING hat Reporter ohne Grenzen gestern eine ungenehmigte Pressekonferenz vor dem Gebäude des Chinesischen Olympischen Komitees abgehalten. Die Polizei hat anschließend viele der rund 20 anwesenden ausländischen Journalisten kurzzeitig festgesetzt und befragt. In der vergangenen Nacht durchsuchte die chinesische Polizei die Hotelzimmer von ROG-Präsident Fernando Castello, Vize-Präsidentin Rubina Möhring, Generalsekretär Robert Ménard sowie Asien-Experte Vincent Brossel. Die vier weigerten sich, eine Erklärung zu unterschreiben, eine ähnliche Aktion nicht zu wiederholen. Nach rund drei Stunden eskortierte die Polizei sie zum Flughafen, von wo sie wie geplant abreisten.
In NEW YORK waren Fahrräder mit dem Handschellen-Bild in den Straßen von Manhattan unterwegs. Flugblätter informierten die Passanten über die Menschenrechtssituation in China.
In MONTREAL hatten Reporter ohne Grenzen und Amnesty International gestern zu einer gemeinsamen Pressekonferenz im Olympiastadium eingeladen. Dort fanden die Spiele 1976 statt.
Wer moechte, kann eine Petition an das Chinesische Olympische Komitte Unterschreiben.
Die Diktatur in China versucht weiterhin mit allen Mitteln, freie Meinungsaeusserungen zu unterdruecken und zu Zensieren. Mit dem offiziellen Slogan zu den Olympischen Spielen 2008 “Eine Welt, ein Traum” will die Diktatur kaschieren. Gerade im Internet ist die Zensur deutlich zu spueren:
Ausgehend von Guangdong soll ein landesweites Programm zur Kontrolle und Überwachung, damit letzlich zum Zusammenbruch der Bulletin Boards, starten. Die Webforen sind in China wohl noch beliebter als hierzulande und waren stets Plattformen, auf denen Cyber-Dissidenten und Vertreter der demokratischen Bewegung zusammentrafen, Artikel publizierten und Informationen austauschten.
Die Pläne zur “Abschlachtung der Webforen” sehen vor, dass zum 1. Oktober alle Webforen verboten und geschlossen werden sollen, die sich nicht staatlich registrieren lassen. Die Registrierung bzw. Erlaubnis zur Führung eines Webforums ist dabei an Bedingungen geknüpft, die dazu angelegt sind, den Betreiber und alle Nutzer vollständig überwachen zu können und die Webforen von allen politischen Inhalten frei zu halten, die den Diktatoren nicht passen.
So dürfen die Webforen nicht auf einem eigenen Server zuhause gehostet werden, sondern nur auf einem angemieteten Server, auf dem auch nur ein Webforum laufen darf. Der Betreiber muss den Behörden Angaben zur Person und Kontaktwege machen, über die er rund um die Uhr von den Behörden erreichbar sein muss. Der Gebrauch von Pseudonymen ist verboten, alle Benutzer müssen mit ihrem Realnamen in die Foren posten. Um anonyme Benutzerkonten zu verhindern, müssen sich die Benutzer mit ihren persönlichen Daten, Telefon- und ihrer ID-Nummer vom Betreiber registrieren lassen.
Um von Internet-Polizisten ohne viel Aufwand identifizierbar zu sein, muss die Betreiberlizenz oder die Registrierungsnummer des Webforums auf der Startseite, in den Unterforen, auf Chatroom-Seiten und allen vom System generierten Seiten angezeigt werden.
Jeder Webforenbetreiber muss manuell oder über Filter-Systeme jedes Posting untersuchen, ob der Inhalt den Vorschriften bzw. Verboten entspricht und eine Datenvorratsspeicherung betreiben, mit der Inhalt, Datum der Veröffentlichung und die IP-Adresse des Posters mitgeloggt wird.
Die Benutzer müssen vor jedem Posting von der Veröffentlichung verbotener Inhalte durch die Einblendung der Vorschriften abgeschreckt werden.
Quelle: Raven-blog
Es ist jeder Aufgerufen, das Projekt der Reporter-ohne-grenzen zu Unterstuetzen. Egal ob nun durch unterzeichnung der Petition, Schalten eines Internetbanner mit den olympischen Ringen als Handschellen oder durch bestellen eines T-Shirt mit den Olympischen Ringen als Handschellen.
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30 Jul |
Einer wollte eine Reise tun, oder: Einreise in die USA verweigert Anonymitaet, Chaos, Geheimdienst, Owl, Politik, Zensur
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Es war einmal ein Deutscher Sicherheitsexperte, der wollte in die USA einreisen. Am Zoll angekommen, kam nach sichtung seines Aktenkoffers die Aussage: Du kummst hier net rein.
Aber was war nun genau passiert? Thomas Dullien, besser bekannt unter dem Pseudonym Halvar Flake von SABRE Security wollte in die USA einreisen und an der Black Hat Konferenz teilnehmen. Flake war von den Veranstaltern der Konferenz für die im Vorfeld stattfindenden Trainings für den Kurs “Analyzing Software for Security Vulnerabilities” am heutigen Montag und Dienstag engagiert worden. Laut Flakes Blogeintrag zu dem Vorfall sollten zahlreiche Vertreter von US-Regierungsbehörden daran teilnehmen.
Flake war in den letzten Jahren immer ueber das Visa Waiver Programm in die USA eingereist.
Flake hatte bei der Einreise jedoch das Problem, dass er im Vorfeld Kursunterlagen ausgedruckt hatte, und diese sich nun in seinem Aktenkoffer befanden. Diese reichten dem US-Zoll aus, um Flake eine viereinhalbstuendigen Befragung durch weitere Beamte zu unterziehen. Dort wurde er unter anderem mehrfach gefragt, warum kein US-Bürger den Kurs statt seiner abhalte. Flake hatte im Vorfeld angegeben, als Privatperson unterwegs zu sein. Da er aber in der Vergangenheit die Firma SABRE Security gegruendet hatte, hatte er es uebersehen, seinen Vertrag mit Black Hat nicht dahingehend geändert zu haben, dass er als Vertreter seiner Firma für Black Hat tätig ist. Die Beamten zogen daraus den Schluß, dass Flake in Wahrheit ein Angestellter von Black Hat sei und er unter falschen Angaben versuchte, in die USA einzureisen. Hätte er den Vertrag mit Black Hat geändert und wäre er als Firmenvertreter eingereist, der einen geschäftlichen Auftrag für Black Hat in den USA ausführt, wäre es seiner Meinung nach zu keinen Problemen gekommen. So aber erfolgt wie in vielen anderen Fällen der notgedrungene Rückflug nach Deutschland, denn auf eine unbürokratische ad hoc Lösung ließen sich die Grenzschutzbeamten nicht ein.
Fazit: Niemals unvorsichtig irgendwelche Ausdrucke im Aktenkoffer mit sich fuehren, wenn man in die USA einreisen will. Am besten gleich alles auf einen Laptop packen, und den Verschluesseln.


